Allergien bei Katzen: Prävention, Ursachen, Symptome, Lösungen

12.02.2024

Allergien bei Katzen

Während allgemein bekannt ist, dass viele Menschen gegen Katzen oder Katzenhaare (bzw. tatsächlich gegen ein Eiweiß aus dem Speichel von Katzen) allergisch sind, ist weniger bekannt, dass Katzen selbst auch allergische Reaktionen entwickeln können. Tatsächlich sind Hauskatzen häufiger von allergischen Reaktionen betroffen, als es häufig angenommen wird. Von klassischem Heuschnupfen bis hin zu allergischen Reaktionen auf Haushaltsstoffe reicht das Spektrum der allergischen Auslöser bei Katzen. Die Hauptursache für Katzenallergien liegt oft in der Ernährung, genauer gesagt im Katzenfutter.

Für viele Katzenbesitzer stellen die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten bei Allergien eine Herausforderung dar. In diesem Blogpost möchten wir uns eingehend mit dem Thema befassen: Wir werden uns die Ursachen und Symptome von Katzenallergien anschauen, die Diagnosemöglichkeiten, natürliche Behandlungsansätze und die Bedeutung einer gesunden Ernährung für allergische Katzen erörtern. Darüber hinaus werden wir uns auch mit der Prävention und der Rolle von allergieverträglichen Futtermitteln bei der Behandlung dieser Erkrankungen befassen. Los geht's!

Typen von Katzenallergien

Es werden folgende Typen von Allergien unterschieden:

  • Flohallergien
    Die Flohspeichelallergie bei Katzen wird durch den Speichel von Flöhen verursacht und äußert sich in entzündlichen Knötchen am Rücken, bekannt als "miliare Dermatitis". Der starke Juckreiz führt oft zu vermehrtem Lecken, was zu bakteriellen oder pilzbedingten Sekundärinfektionen und einer Verschlimmerung der Hautentzündung führen kann. Die Flohbissallergie ist die am häufigsten vorkommende Allergie bei Katzen.
  • Nahrungsmittelallergien

    Eine Nahrungs- oder Futtermittelallergie ist eine immunvermittelte Reaktion auf bestimmte Proteine im Futter, während eine Futtermittelunverträglichkeit (zum Beispiel gegen Gluten oder bestimmte Kohlenhydrate) lediglich eine Verdauungsreaktion auslöst. Futtermittelallergien sind bei Katzen häufig anzutreffen und können sich spontan entwickeln. Neben Juckreiz können sie auch zu Erbrechen und Durchfall führen.
    Es ist wichtig, zwischen einer Futtermittelallergie und einer Futtermittelunverträglichkeit zu unterscheiden, da letztere keine immunvermittelte Überempfindlichkeit darstellt.
    Es kann vorkommen, dass eine Katze plötzlich auf Bestandteile wie Rindfleisch, Fisch oder Weizen im Futter allergisch reagiert, obwohl sie dieses zuvor über Jahre hinweg gut vertragen hat. Auch Zusatzstoffe wie Konservierungs- oder Farbstoffe können allergische Reaktionen auslösen.

  • Umweltallergien
    Je nach Art der Umweltallergene wie Pollen, Staubmilben oder Schimmelpilzsporen können die Symptome bei Katzen unterschiedlich auftreten. Während Pollenallergien oft nur während bestimmter Jahreszeiten wie dem Frühling oder Sommer auftreten, können Staubmilben ganzjährig Beschwerden verursachen und das Leben der Katze beeinträchtigen.
  • Duftstoffallergien
    Allergene im Haushalt können vielfältige Beschwerden bei Katzen verursachen. Selbst Duft- und Farbstoffe, die in bestimmten Haushaltsreinigern, Katzenstreu, Deos, Raumsprays oder Textilien enthalten sind, können zu unangenehmem Juckreiz, Hautausschlag und anderen Beschwerden führen. Es ist ratsam, solche Stoffe nicht in der Nähe von Katzen zu verwenden oder zu lagern, um mögliche allergische Reaktionen zu vermeiden.

Ursachen von Allergien bei Katzen

Neben den Allergietyp-spezifischen Ursachen ist eine der häufigsten allgemeinen Ursachen eine gestörte Darmflora. Der Darm spielt eine entscheidende Rolle im Immunsystem deiner Katze. Ungleichgewichte in der Darmflora können zu einer erhöhten Empfindlichkeit gegenüber allergieauslösenden Substanzen führen. Das Futter hat dadurch großen Einfluss auf ihre Darmflora und ihr Allergierisiko.

Katzenallergie-Symptome: Mehr als nur Niesen
Katzenallergie-Symptome: Mehr als nur Niesen

Symptome von Katzenallergien

Häufige Symptome von Katzenallergien sind Hautausschläge, Juckreiz, übermäßiges Kratzen, Niesen, Haarausfall und gastrointestinale Probleme wie Erbrechen und Durchfall.

Juckreiz stellt das häufigste Symptom bei allergischen Katzen dar. Sie zeigen dies oft durch vermehrtes Reiben oder Lecken im Gesicht oder an den Pfoten sowie durch Kratzen im Gesicht oder am Hals. Bei einigen Katzen kann dies zu Haarausfall ohne zusätzliche Verletzungen führen, während bei anderen Katzen Krustenbildung und offene Wunden auftreten können. Weitere mögliche Symptome sind rote oder gelbliche Schwellungen oder Geschwüre am Bauch, an den Hinterbeinen oder im Gesicht. Bei Futterallergien können auch Erbrechen und Durchfall auftreten. Auch in Form von Niesen reagiert das Immunsystem (mit einer krankhaft überschießenden Abwehrreaktion) auf bestimmte, harmlose Umweltstoffe – bei Katzen ist Niesen allerdings meist Anzeichen für andere Erkrankungen wie etwa Katzenschnupfen.

Die Symptome können vielfältig sein und reichen von milden bis hin zu schweren Beschwerden. In schwereren Fällen können allergische Reaktionen zu Atembeschwerden, Anaphylaxie und sogar lebensbedrohlichen Zuständen führen. Es ist daher wichtig, die Symptome deiner Katze genau zu beobachten und bei Verdacht auf eine Allergie einen Tierarzt aufzusuchen.

Diagnose von Katzenallergien: Eine Herausforderung

Mittels Abstrichen, Haut- und Haarproben lassen sich zunächst andere Krankheiten ausschließen. Durch Allergietest und Blutuntersuchung können dann potenzielle Auslöser identifiziert werden.
Beim Allergietest werden – ähnlich wie beim Menschen – verschiedene Allergene unter die Haut gespritzt, um Reaktionen zu beobachten, während der Bluttest die Konzentration von Antikörpern und Lymphozyten misst.

Die Diagnose von Futterallergien bei Katzen kann eine Herausforderung sein, da die Symptome variieren und nicht immer offensichtlich sind. Neben den traditionellen Methoden wie Eliminations- und Provokationsdiäten können auch hier Hauttests und Blutuntersuchungen eingesetzt werden. Jedoch sind diese Methoden allein oft nicht ausreichend. Sie dienen oft nur als ergänzende Informationen und sollten durch eine gründliche Anamnese und körperliche Untersuchung ergänzt werden. 

Eliminationsdiät & Provokationsdiät

Bei der Eliminationsdiät (auch Ausschlussdiät genannt) wird eine bestimmte Zutat (zum Beispiel Fisch) aus der Nahrung entfernt, und die Reaktion des Körpers wird über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen beobachtet.

Zur Bestätigung wird dann bei der Provokationsdiät genau das Gegenteil getan: Die verdächtigte Zutat wird wieder in die Ernährung eingeführt, um zu sehen, ob sie tatsächlich eine allergische Reaktion auslöst.

Behandlung von Katzenallergien

Eine medikamentöse Therapie oder eine Immuntherapie kann zur Linderung der Symptome empfohlen werden, abhängig von der Art des Allergens, dem Leidensdruck und dem Gesundheitszustand des Patienten.

Wenn man sich dafür entscheidet, die allergieauslösenden Inhaltsstoffe nicht mehr zu füttern, wird das Symptom vorübergehend unterdrückt. Allerdings wird dadurch das zugrunde liegende Problem nicht gelöst. Angesichts der fortbestehenden allergischen Reaktionen bietet die Industrie nun Futtermittel mit hydrolysierten Eiweißquellen an. Dabei werden die im Futter enthaltenen Eiweißmoleküle bis zur Unkenntlichkeit verkleinert, sodass eine allergische Reaktion der Körperzellen äußerst unwahrscheinlich ist (da der Organismus sie nicht mehr erkennt). Diese Methode reduziert das Risiko allergischer Reaktionen, behandelt jedoch nicht das zugrundeliegende Problem und führt letztendlich nur zu einer weiteren Behandlung der Symptome... Da dieses Futter sehr bitter schmeckt, wird es außerdem häufig mit künstlichen Geschmacksverstärkern angereichert.

Prävention von Katzenallergien

Die beste Prävention gegen Katzenallergien ist eine gesunde Lebensweise von Anfang an. Dies umfasst eine ausgewogene und gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und eine stressfreie Umgebung.

Eine gesunde, artgerechte Ernährung ist eine wichtige vorbeugende Maßnahme gegen allergische Reaktionen. Allgemein leiden Tiere mit einem stabilen Immunsystem und einer gesunden Verdauung deutlich seltener unter Allergien. Und es fällt auf, dass Tiere, die vermeintlich an einer Allergie leiden, diese durch eine langfristige gesunde Ernährung wieder "verlieren" können.
Die Bedeutung von gesundem Futter ohne Zusatzstoffe darf bei diesem Thema nicht unterschätzt werden. Jeder Zusatzstoff und minderwertige Rohstoff in der Nahrung schwächt das Immunsystem und trägt im Laufe der Zeit zu einem anfälligen Stoffwechsel bei.

Es ist außerdem ratsam, synthetische Duftstoffe und Produkte, die diese enthalten, wo möglich zu vermeiden. Ökologische Alternativen für Reinigungsmittel, Raumsprays und Waschpulver sind mittlerweile weit verbreitet, genau wie duftfreie Katzenstreu. Regelmäßiges und gründliches Lüften ist ebenfalls entscheidend. Durch regelmäßige Luftzufuhr wird frische Luft ins Haus gebracht und gleichzeitig die Belastung durch Duftstoffe verringert.

Gesundes Katzenfutter bei Allergien

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist entscheidend für das Wohlbefinden allergischer Katzen. Eine Ernährungsumstellung kann oft positive Auswirkungen auf allergische Symptome haben und das Wohlbefinden deiner Katze verbessern.

Durch hochwertige, natürliche Zutaten ohne künstliche Zusatzstoffe wird das Immunsystem gestärkt und das Risiko von allergischen Reaktionen reduziert. Viele Katzenbesitzer haben positive Erfahrungen mit Anifit gemacht und beobachtet, wie allergische Symptome verschwinden und das Wohlbefinden ihrer Katze verbessert wird.

Eine ANIfit-Erfolgsgeschichte bei Futtermittelallergie:

Katze Frieda mit schwerer Futtermittelallergie
Liebes Anifit-Team,

Ca. 3½ Jahre ist es her, da saß in einem kleinen Waldstück eine völlig verängstigte Katze unter einem Baum und schrie sich die Seele aus dem Leib. Offensichtlich war sie dort ausgesetzt worden. Eine schwere Futtermittelallergie dürfte der Grund gewesen sein.
Nun war die kleine Frieda bei uns. Anifit wurde zunächst strikt von ihr abgelehnt, sie dürfte sehr auf Trockenfutter eingestellt gewesen sein, denn auf Rascheln reagierte sie gleich und war sofort da. Nach fünf Tagen konsequenter Umstellung begann sie allmählich die Anifit-Nahrung zu akzeptieren. Dafür fing sie an sich zu kratzen und war auch furchtbar nervös. Blutende Wunden breiteten sich über ihr Gesicht aus. Die Ohren bestanden aus rohem Fleisch, so sehr hatte sie sich aufgekratzt. In Augen und Nase waren schwarze "Sandmännchen" zu sehen. Vermutlich dürfte sie zuvor mit Antibiotika oder Kortison behandelt worden sein, wovon die Wirkung allmählich nachgelassen hat, so dass dadurch diese schwere Hautreaktion zum Ausbruch kam.
Nach etwa 3 Monaten fiel die letzte Kruste an ihrem Kinn ab. Seitdem hat sie ein wunderschönes flauschiges Fell, klare Augen und ein rosa Näschen. Ihr Wesen ist nun ruhig und ausgeglichen, dank einer gesunden Ernährung mit Anifit. Ab und zu bekommt sie einen rohen Hühnerflügel für die Zahnpflege. — Helga aus Wien

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